Die Genossenschaft Nahwärme Oettingen Nord eG plant den Bau eines Heizhauses am Schießwasen.
Damit sich die Oettinger Bürger von der geplanten Maßnahme ein Bild machen können, laden die
NOeN und die Stadt Oettingen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Ortstermin am
Schießwasen 16 ein, bei dem anhand von Planunterlagen und Visualisierungen das Bauvorhaben
vorgestellt werden soll. Dazu werden die Verantwortlichen der NOeN am Freitag, 08.Mai von 14 -16
Uhr und am Samstag, 09.Mai von 13-15 Uhr vor Ort sein und für Fragen zur Verfügung stehen. Damit
wird dem vom Bürgermeister im Bauausschuss vorgeschlagenem Termin für eine Bürgerinformation im
Juni vorgegriffen und wertvolle Zeit gespart.
Die Genossenschaft Nahwärme Oettingen Nord eG hat inzwischen 134 Genossenschaftsmitglieder
und rechnet mit ca. 160 Abnahmestellen für das eigenständige Nahwärmenetz im Oettinger Norden.
Nachdem im November 2025 der Förderantrag für den Bau des Nahwärmenetzes beim BAFA im
Programm BEW gestellt worden ist, soll nun die Genehmigung beim Landratsamt Donau-Ries
beantragt werden.
Grundlage der Planung ist die Machbarkeitsstudie, die den treibhausgasneutralen und
wirtschaftlichen Betrieb des Nahwärmenetzes nachweist. Kern der Nahwärmeversorgung ist die
Wärmegewinnung aus Flusswasser, d.h. die Nutzung von Wasser aus der Wörnitz als überwiegenden
Energielieferant, um daraus 78 % der Wärme (3.636 MWh) mittels Wärmepumpe zu gewinnen.
Ergänzt wird die Wärmepumpe durch zwei Biomassekessel für Spitzenlast, die 22 % (1.002 MWh) der
Wärme erzeugen werden. Insgesamt können durch die Verwirklichung dieses Projektes jährlich 625
Tonnen CO2 durch die Umstellung der vorhandenen Einzelheizungen auf Nahwärme eingespart
werden. Dadurch unterstützt die NOeN aktiv die Zielsetzungen des Klimaschutzkonzeptes Oettingen,
das den Ausbau von Nahwärmenetzen und die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen
Rohstoffen vorsieht. Gleichzeitig versorgt das bürgereigene Wärmenetz die Abnehmer langfristig mit
kostengünstiger Heizenergie und wertet damit das Wohngebiet entsprechend auf.
Da für den Betrieb der Flusswasser-Wärmepumpe die unmittelbare Lage an der Wörnitz
Voraussetzung ist, hat die Stadt Oettingen für die Errichtung des Heizhauses ein Teilgrundstück am
Schießwasen als Erbbaurecht zur Verfügung gestellt, auf dem sich derzeit eine ehemalige Reithalle
mit integrierten Stallungen und Nebengebäuden befinden. Die Flächennutzung durch das neue
Heizhaus samt Pufferspeicher wird sich auf die bereits bebauten Flächen beschränken.
Das Heizhaus mit einer Gesamtlänge von 30,25 m und einer maximalen Breite von 15,67 m soll mit
einer Traufhöhe von 5,5 m und einer Firsthöhe von 7,77 m errichtet werden. Daneben wird das
Wärmetauscherbecken (8,00 x 5,5 m) angeordnet. Wesentlicher Bestandteil des Wärmnetzes ist der
Pufferspeicher mit einem Inhalt von 800 m3 der mit einem Durchmesser von 8 m und einer
Traufhöhe von 20 m im Norden des Heizhauses entstehen soll. Diese Höhenentwicklung, die durch
den vorhandenen Baumbestand mit Bäumen von 23 – 25 m Höhe optisch entschärft wird, ist aus
betriebstechnischen Gründen zwingend erforderlich. Eine geringere Höhe würde zu einem erhöhten
energetischen Aufwand während der gesamten Laufzeit der Wärmepumpe führen, und damit sowohl
die CO2-Bilanz als auch die Wirtschaftlichkeit massiv verschlechtern.
Die NOeN und die Stadt Oettingen laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich
über dieses in Schwaben bisher einmalige Nahwärmeprojekt zu informieren.
Nahwärme Oettingen Nord eG - Den nachhaltigen Energiewandel gestalten.