Bericht zur Generalversammlung 2026

Lieber Mitglieder der NOeN,

nachdem nicht alle Mitglieder an unserer Generalversammlung vom 26. Juni 2026 teilnehmen konnten, möchten wir hiermit alle nochmals in Kurzfassung informieren.

Für den Vorstand berichtete Ulrich Jaumann:

Die Förderung der Planungskosten aus Modul 1 konnte bis zum 31.3.2027 verlängert werden.

Fa. Max Diez, Wärmetechnik, ist mit der Erstellung der Netzplanung und Machbarkeitsstudie beauftragt. Die übrigen Planungsaufträge gehen an Büros aus dem näheren Umkreis.

Einreichung der Machbarkeitsstudie bei der BAFA erfolgte im Nov. 2025, nach mehrfacher Rücksprache ist mit einer Bearbeitungszeit von 10 Monaten zu rechnen.

Der Vorstand hat deshalb beschlossen, die Genehmigungsplanung weiter voranzutreiben und die Unterlagen hierfür bei den Behörden einzureichen. Um die Kosten zu decken, wird im Juli 2026 die Kapitaleinlage über 4.000 Euro für jeden Hausanschluss eingefordert. Die erste Rate des Mitgliederdarlehens über 5.000 Euro ist bei Baubeginn (Sep./Okt. 2026) fällig, die zweite Rate bei Fertigstellung Hausanschluss.

Infos über Glasfaseranschluss wurden ebenfalls eingeholt. Anschluss bis ins Haus für NOeN-Mitglieder kostenlos, für Nicht-Mitglieder gegen Baukostenzuschuss möglich.

Bilanzen 2024 und 2025 wurden erstellt, es wird ein nega􀆟ves Ergebnis von rund 13.000 EURO ausgewiesen, stammt von Planungs- und Prüfungsgebühren. Gesamtkosten bisher für Planung und Gutachten zum BV ca. 127.000 Euro. Die örtlichen Banken sind bereit, die Finanzierung unseres Wärmenetzes vorzunehmen. Darlehensverträge werden nach Bewilligung der Machbarkeitsverträge und Vereinbarung der Konditionen geschlossen.

Für den Aufsichtsrat berichtet Klaus Obermeyer:

Im Jahr 2025 wurden 4 gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat abgehalten. Hier ging es um die Planungen und die notwendigen Auftragsvergabe zum Wärmenetz.

Sowohl der AR als auch der Vorstand wurden einstimmig von der GV entlastet. Turnusgemäß sind Neuwahlen zum AR notwendig. Ausgeschieden sind Lin Sitta, Sebastian Lechner, Ulrich Lechner und Thomas Heydecker. Lin Sitta und Sebastian Lechner stellen sich für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung.

Gewählt wurden ohne Gegenstimmen Ulrich Lechner, Thomas Heydecker und Sophie Lechner (neu).

Klaus Obermeyer stellte den Stand der Planungen vor. Die Energieerzeugung soll zu 78 % aus Flusswasser und zu 22 % mittels Hackschnitzel erfolgen. Die jährliche Einsparung beträgt rund 625 Tonnen CO2. Die Investitionskosten betragen ca. 6,2 Mio Euro.

Das Heizhaus wir am Anwesen mit der Adresse „Schießwasen 16 a“ „frühere Reithalle mit Stallungen Schreitmüller“ errichtet. Trasse ist geplant, in mehreren Bauabschnitten soll das gesamte beplante Einzugsgebiet „Oettingen Nord“ erschlossen werden.

Es sind verschieden Bauwerke geplant:

  • Entnahmebauwerk, hier wird Wasser der Wörnitz entnommen
  • Becken für Wärmetauscher, Wasser kommt aus Entnahmebauwerk mittels Pumpe
  • Heizhaus von 30,25 m x 15,67 m, Dachflächen können für PV genutzt werden.
  • Lagerraum für ca. 530 m³ Hackschnitzel
  • Heizraum mit 2 Heizkesseln von je 400 KW
  • Heizraum für Flusswasserwärmepumpe
  • Pufferspeicher mit ca. 800 m³ Volumen, Höhe 20 m, Durchmesser 8 m

Die Planungen wurden an zwei Infotagen vor Ort vorgestellt. Dabei wurde mittels Simulationen die Sichtbarkeit kenntlich gemacht. Durch die vorhandenen Bäume mit einer Höhe bis zu 23 Meter ist der Speicher im Sommer nur ganz gering und im Winter teilweise sichtbar. Mit entsprechender Farbgebung wird eine gute Anpassung an die Umgebung angestrebt.

Das entnommene Wasser wird wieder in die Wörnitz zurückgeführt und bringt eine Abkühlung des Flusswassers von 0,25 °C.

Für die verschiedenen Belange des Artenschutzes, Naturschutz und Umweltverträglichkeit waren verschieden Gutachten notwendig. Aufsichtsrat Dr. Frank Molder hat dies federführend für unsere Genossenscha􀅌 gemacht und dabei erhebliche Kosten eingespart. Herzlichen Dank dafür!

Vorstellung Wärmeliefervertrag durch Vorstandsmitglied Katrin Kisslinger.

Der Entwurf ging allen Mitgliedern als Anlage zur Einladung zu und wurde in einigen Punkten erläutert.

Die Kosten für den Tiefbau, den Pufferspeicher und der Übergabestation wird von NOeN getragen.

Der Anschlussnehmer ist für die Wiederherstellung der Oberfläche (Pflaster, Belag, Rasen, Bepflanzung) auf seinem Grundstück zuständig.

Die Anschlussleistung wird vom Planer anhand der bisherigen Verbräuche ermittelt. Ebenso werden technische Fragen durch den Planer geklärt.

Die mtl. Grundgebühr beträgt 30 Euro und der Arbeitspreis 11 Cent jeweils zuzüglich MWSt, zahlbar durch mtl. Abschläge und anschließender Jahresabrechnung.

Durch Wegfall der eigenen Heizungen und der damit verbundenen Wärmeverluste bei Erzeugung des Heizwassers, kann mit einer Einsparung gegenüber dem bisherigen Verbrauch von bis zu 25 % gerechnet werden.

Nach Fertigstellung des Hausanschlusses durch NOeN hat der Endabnehmer maximal 6 Monate Zeit, seine Heizung auf Nahwärme umzustellen.

Nachdem noch Fragen zur möglichen Förderung durch die KfW bestanden, wurde im Nachgang zur Veranstaltung mit dem Planungsbüro Max Diez vereinbart, dass an alle Anschließenden noch im Juli 2026 ein Infoschreiben geht, in dem die jeweiligen Förderkriterien erläutert werden.

Zusätzlich werden wir zeitnah die Präsentation zur Generalversammlung auf unserer Homepage zum Download einstellen.

Gez.
Ulrich Jaumann
(Vorstand)